
| Sekundarschulen gehen an den Start ohne klares Konzept und ohne Nachweis des Besseren |
Essen, 23. Januar 2012. –
Das nordrhein-westfälische Schulministerium will eine neue Schulform
einführen, die weder wissenschaftlich erprobt noch pädagogisch
im Detail durchdacht ist: Zum kommenden Schuljahr sollen die ersten Sekundarschulen
an den Start gehen. 50 Anträge für die neue Schulform liegen
dem Ministerium vor. Wissen die Antragsteller wirklich, worauf sie sich
einlassen? Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL) lehnt die flächendeckende Einführung der Sekundarschule in Nordrhein-Westfalen ab: Die neue Schulform ist ein ungesichertes Experiment mit jungen Menschen, die als Versuchskaninchen missbraucht werden. „Es gibt keine wissenschaftlich begleitete Erprobung, die mindestens einen Schuldurchgang läuft. Das Ganze ist ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt Bundesvorsitzende Roswitha Fischer, und ergänzt: „Eltern haben keine verlässlichen Angaben hinsichtlich des pädagogischen Konzepts. Es wurde bislang kein Nachweis erbracht, dass integrierte Systeme wie z.B. Sekundarschulen besser sind als differenzierte Schulformen, die gezielt die Bedürfnisse ihrer Schülerklientel in den Blick nehmen können.“ Ein solches Experiment übereilt und ohne gründliche Vorbereitung durchzuführen, kann die Landesregierung nicht verantworten. |
| Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen
e.V. (VkdL) ist ein unabhängiger Berufsverband für katholische
Frauen aus allen Bildungsbereichen. Er ist bundesweit organisiert und
vertritt eine Pädagogik und Schulorganisation, die sich am christlichen
Menschenbild orientiert. |
V.i.s.d.P.: Roswitha Fischer, Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V., Berufsverband für katholische Pädagoginnen aller Bildungsbereiche |
| Hinweis: Die Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei ausdrucken oder herunterladen! |
| Arbeitgeberverbände auf einem Auge blind? |
| Verein katholischer deutscher Lehrerinnen (VkdL) lehnt Aus-bremsungsmanöver der Arbeitgeberverbände in Sachen „Betreuungsgeld“ ab! |
Essen, 3. Januar 2012. – Arbeitgeberpräsident
Dieter Hundt hat am Jahresende einen Verzicht auf das geplante Betreuungsgeld
verlangt und damit einen katastrophalen Akzent zum Jahresstart gesetzt:
„Die Stimmungsmache gegen die sinnvolle und notwendige Einführung
des Betreuungsgeldes zeugt von Unkenntnis der Kleinkinder-Entwicklung
und von wenig Weitblick“, sagt Roswitha Fischer, Bundesvorsitzende
des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL). Der VkdL ist davon überzeugt, dass diese egoistische Sicht der Wirtschaft vielleicht kurzfristig mehr Frauen in Erwerbsarbeit, aber langfristig großen volkswirtschaftlichen Schaden bringt: Die zu frühe Krippenbetreuung und Fremderziehung wird für Kinder verheerende Auswirkungen haben, die in einigen Jahren unerbittlich als Rollback auf die Gesellschaft zurückfallen. Eine immer stärkere Bindungslosigkeit und Desorientiertheit ist bereits jetzt in Familien, Schulen und öffentlichen Einrichtungen festzustellen. Dieser Trend wird sich verschärfen. Zahlreiche Studien belegen, dass die Beziehung zu einer festen und konstanten Bezugsperson in den ersten Jahren von immenser Bedeutung für die Ausbildung sozialer und emotionaler Kompetenzen ist. Das Ausbremsungsmanöver der Arbeitgeberverbände ist ein falsches Signal zu einer Zeit, in der ohnehin Wirtschaft und Finanzwelt kränkeln: Mit der Angst vor dem Verlust der Wirtschaftsmacht kann man vor allem Politiker ködern. Aber wer wird am Ende die Zeche zahlen, wenn wir in absehbarer Zeit nicht ausbildungsfähige Jugendliche haben, denen mit teuren Trainingsprogrammen geholfen werden muss? |
| Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen
e.V. (VkdL) ist ein unabhängiger Berufsverband für katholische
Frauen aus allen Bildungsbereichen. Er ist bundesweit organisiert und
vertritt eine Pädagogik und Schulorganisation, die sich am christlichen
Menschenbild orientiert. |
V.i.s.d.P.: Roswitha Fischer, Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V., Berufsverband für katholische Pädagoginnen aller Bildungsbereiche |
| Hinweis: Die Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei ausdrucken oder herunterladen! |